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Die Geschichte des Parfüms

Das Wort „Parfüm“ stammt von dem lateinischen Wort „per-fumus“, dass sich aus „durch“ und „Rauch“ zusammensetzt. Es spielt wohl auf die Verbrennung aromatischer Substanzen über dem Feuer an, wodurch sich Gerüche freisetzten.

Wohlriechende Stoffe wie Duftöle und –Substanzen wurden erstmals ca. 5000 v. Chr. zur Ehrung der Götter und Salbung der Toten sowie für medizinische Zwecke hergestellt. Auch als Parfüm wurden sie bald benutzt, was jedoch nur vermögenden Aristokraten vorbehalten war, da alleine der Einkauf von Aromastoffen schon sehr teuer war.

In Mesopotamien wurden Düfte in den Palästen hergestellt, was auf die hohe Bedeutung hinweist. Ausgrabungen zufolge wurden wohl vor allem Zutaten wie Myrthe, Zypressen, Harz-Extrakte und eine spezielle Schilf-Art, sowie verschiedene Blumen verwendet.

Von den Assyriern weiß man, dass die Frauen für die Herstellung von Parfüm zuständig waren. Sie zerrieben Pflanzen und ließen sie über Nacht in heißem gesalzenen Wasser stehen, später filterten sie die Flüssigkeit und vermischten sie mit heißem Öl.

In Ägypten wurden vor allem einheimische Substanzen benutzt, bis sie durch wachsende Macht und mehr Handelspartner an immer exotischere Rohstoffe, wie Weihrauch und Myrrhe kamen. Dort zerkleinerte man zunächst Harz und andere Zutaten, mahl es und erhitzte es zusammen mit Öl in einem Kessel. Direkt aromatisiertes Öl erhielt man, indem man die Ausgangsstoffe in Säcke füllte und diese so verdrehte, dass sie die Inhalte auspressten.


Auch in der Bibel findet man Duft-Rezepte, z.B. zur Herstellung eines heiligen Salböls aber auch für Parfüm in der heutigen Funktion. Bei den alten Griechen verraten verschiedene Schriftquellen den Gebrauch von Ölen zur Körperpflege. Es blieb aber lange Zeit ein Luxusartikel, so konnte man wohlhabende Menschen am Geruch erkennen. Zu einem boomenden Industriezweig wurde das Parfüm seit der späthellenistischen Zeit (ca. 1. Jh. V. Chr.) vor allem auch wegen der Ausbreitung von Bädern und dem Trend zur Hygiene.